5G – Eine strahlende Zukunft für alle?!
Die verschwiegenen Gefahren des neuen Funknetzes

Tobias Plettenbacher 23.04.2019 (Stand 21.07.2019)

Einleitung und Kurzfassung

Die wenigsten wissen, was 5G bedeutet. Die Verbraucherschutzorganisation diagnose:funk gibt uns einen guten Überblick, was auf uns zukommen kann: totale Elektrosmogverseuchung der Umwelt – alle Wohnungen und Lebensbereiche werden durchstrahlt – keine Orte mehr zur Erholung vom Elektrostress – Energieverschwendung, explodierender Ressourcenverbrauch und Elektronikmüll ohne Ende-sowie die vollständige Überwachung – der Aufbau chinesischer Zustände in Europa.

5G ist das neue Mobilfunknetz der 5. Generation (daher die Abkürzung), das gepulste und gebündelte Mikrowellen sendet. Es ist mehr als nur ein neuer Mobilfunkstandard, sondern eine Kombination aus Glasfaserkabeln, Millionen von Mikrowellen-Antennen auf Mobilfunkmasten und in Kleinzellen-Sendern im öffent­lichen Raum in ca. 100 m Abstand, 20.000 erdnahen Satelliten und Groß­rechnern mit Künstlicher Intelligenz. Alle Straßen, Orte und Landregionen sollen lückenlos vernetzt werden. Die Folgen: Strahlenbelastung und Überwachung gefährden Gesundheit, Demokratie und Klima.

Wozu das alles? All dies soll in den nächsten Jahren das „Internet der Dinge“ ermög­lichen, d.h. die Vernetzung von Milliarden Dingen, vom Auto bis zur Babywindel. Alles soll gechipt, überwacht und gesteuert werden. Autos sollen ferngesteuert fahren und das Milchpackerl melden, wenn es leer ist und frische Milch nachbestellt werden muss. Schöne neue Welt – echter Forstschritt für alle?

Die Auswirkungen der gepulsten und gebündelten Mikrowellenstrahlung sind noch wenig erforscht. Es gibt jedoch seit Jahrzehnten über 10.000 wissenschaftliche Studien und Untersuchungen, die die biologischen Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung belegen (z.B. Glaser et al. 1984 oder Claire Edwards 2019). Immer mehr Ärzte, Radiologen und Wissenschaftler warnen vor der neuen Technik.

Selbst im Technik-fanatischen Frankreich dürfen im Umkreis von mehreren hundert Metern um Schulen und Kindergärten keine Sendemasten errichtet werden und es gilt seit 2015 ein WLAN-Verbot in Kinder­krippen und seit 2018 ein Handyverbot an Schulen! Auch die Politiker in Brüssel und Genf waren über ihre Gesundheit so besorgt, dass sie beschlossen, 5G erst einzuführen, wenn die Auswirkungen klar sind. Der Rest Europas wird also als Versuchskaninchen missbraucht!

Bis zu 100x schneller als 4G

Von Medien, Wirt­schaftskammern, Handy-Herstellern und Mobilfunkbetreibern wird ein Loblied auf das 5GNetz, das „InternetderDinge“ und die hohen Datenraten gesungen (Ericsson: „100 mal mehr Daten 100 mal schneller übertragen“). Ein Film mit 8GB Größe, der mit 4G knapp 4Minuten benötigt, soll mit 5G nur noch wenige Sekunden zum Download brauchen.

Möglich wird das, indem der Frequenzbereich (bei 4G zwischen 0,8 und 2,6 GHz) von 3,4 bis 6 und später 52 GHz erweitert wird (Mikrowellen bis Millimeterwellen). Das liegt genau in dem Bereich, den Mikro­wellenherde nutzen, da sich Wasser so am besten erhitzen lässt.

Da diese Wellen von Bäumen, Lebewesen, Mauern etc. stark absorbiert bzw. reflektiert werden, beträgt ihre Reichweite nur wenige hundert Meter. Die Sender müssen nicht mehr wie bisher alle paar Kilometer auf den höchsten Punkten errichtet werden, sondern möglichst niedrig bzw. in Höhe der Nutzer und Häuserfassaden und im Abstand von nur 50 -100m. Die Sender rücken also ganz nahe an uns BürgerInnen. In Österreich bedeutet dies zehntausende neue Sende­masten (zusätzlich zu den aktuell 18.000), in Deutschlandlaut einer Studie der Beratungs­gesellschaft WIK ca. 750.000 neue Sendemasten (aktuell 24.000) sowie hundert­tausende 5G-Hotspots (Router und andere Endgeräte)!

Gebündelte und gepulste Mikrowellen

Da man mit dieser hochfrequenten Strahlung nicht mehr wie bisher ständig in alle Richtungen senden kann, werden Gruppenantennen mit starker Richtwirkung, sog. Phased-Array-Antennen, verwendet: Zahlreiche kleine Antennen bündeln gerichtete Strahlen auf Punkte im Raum (Schnittpunkt aller Strahlenkeulen), sprich auf das Gerät, mit dem Daten ausgetauscht werden sollen.

Bei 5G werden bis zu 64 Antennen (8×8) zum Senden zu einem Gerät gebündelt. Für die offiziellen Grenz­werte wird meist nur die Strahlung einer Mikroantenne angegeben! „Offiziell“ sinkt daher die Belastung von 5G sogar gegenüber 4G.

sog. Phased-Array-Antenne am Beispiel der Cape Cod Air Station (cc Wikipedia)

Problematisch ist, dass es sich um keine diffusen, in alle Richtungen gestrahlten Wellen handelt, sondern um gebün­delte und gepulste Strahlen. Dies entspricht etwa dem Unterschied zwischen einer Glühbirne mit 50 Watt und einem Laserstrahl mit 0,5 Watt: Vom Laser erblindet man sofort, obwohl die Energie nur ein Hundertstel beträgt.

Wirklich kritisch wird es, wenn Bett, Arbeitsplatz oder andere Orte, an denen man sich lange aufhält, zufällig im gebündelten Strahlengang der 5G-Richtfunkantennen liegen, also genau zwischen einem Sender (in Zukunft jedes „Ding“ im Haus) und der Sendestation – oder noch schlimmer – direkt im Schnittpunkt der Strahlenkeulen. Dann wird man sozusagen „hingerichtfunkt“ oder „niedergekeult“. Das Risiko, sich im Strahlengang eines 5G-Senders aufzuhalten und an Gehirn- oder sonstigen Tumoren zu erkranken, wird zu unberechenbarem „RussischenRoulette“.

Kleinzellen-Sender in öffentlichen Bereichen

Damit es in Kreuzungen, Haltestationen und Fußgängerzonen zu keiner„ Unterversorgung“ kommt, werden Kleinzellen-Sender im Straßenbereich montiert. In den Testgemeinden der USA v.a. an Laternenmasten, aber auch als getarnte Zähler- oder Briefkästen (siehe www.whatis5g.info/photo-gallery-of-small-cells) oder unter Kanaldeckeln! Auch in Ried im Innkreis, einer der 5G-Vorreiter-Gemeinden Österreichs, sollen auf jedem Lichtmast kleine 5G-Sender installiert werden.

In oben genannten Zonen werden Menschen so hoch bestrahlt, dass sogar der Grenzwert für die sog. „rote Zone“, in der sich niemand länger als 7 Minuten aufhalten soll, 2-fach überschritten wird. Für Herz­schrittmacher-Träger wird die Strahlung bedrohlich, weil sie 15 – 30 mal über den Grenzen liegt, ab der viele Modelle Fehlfunktionen zeigen (www.gigaherz.ch/dringende-warnung-vor-5g).

Ultrabreitband für das „Internet der Dinge“

Hauptzweck von 5G ist das „Internet der Dinge“ (IoT = Internet of Things), in dem irgendwann alle (mehrere Billionen) Geräte und Dinge der Welt miteinander vernetzt, überwacht und ferngesteuert werden sollen. In den nächsten Jahren sollen alleine 10 – 20 Milliarden Gegenstände, vom Handy bis zum Auto, vom Kühl­schrank bis zum Lichtschalter, vom Türschloss bis zur Babywindel gechipt werden. Autos sollen ferngesteuert fahren und das Milchpackerl melden, wenn es leer ist und automatisch frische Milch nachbestellt werden soll – schöne neue Welt. Brauchen wir das wirklich?

Angeblich sind seit ein paar Jahren die meisten Elektrogeräte bereits mit Chips ausgestattet, um diese mit dem IoT verbinden zu können. Alle älteren Geräte sollen in den nächsten Jahren getauscht werden – eine riesige Ressourcenverschwendung und Elektronikmüll ohne Ende.

Das IoT benötigt unglaubliche Datenmengen und Übertragungsraten, die nur über Ultrabreitband, also Glasfaserkabeln, übertragen werden können. Ein vollständig ausgebautes Glasfasernetz ist also die Voraussetzung für 5G. Die mobilen Funknetze sollen die Daten nur möglichst rasch zu einem Glasfaserknoten senden.

Sendemast mit Datenkabeln (cc Pixabay)

Um eine Vorstellungen der Datenmengen zu bekommen: Ein ferngesteuertes Auto wird täglich die ungeheure Menge von ca. 4 Terabyte erzeugen und senden. Dies kann kein Bordcomputer mehr verarbeiten, sondern nur mehr Groß­rechner. Dort soll alles zusammenlaufen, mit Künstlicher Intelligenz ausgewertet und alle „Dinge“ im Netz zentral gesteuert werden. Wollen wir das?!

20.000 Satelliten mit Plutonium-Batterien

Damit auch ländliche Gebiete ausreichend mit 5G „versorgt“ sind, sollen in den nächsten Jahren mehr als 20.000 LEO-Satelliten (Low Earth Orbit) in niedrige Erdumlaufbahnen zwischen 340 und 1.100km geschossen werden. Dann können auch im Wald, am Berg und am Meer HD-Filme in Sekunden-schnelle heruntergeladen und Traktoren oder Boote überwacht und ferngesteuert werden.

Heute befinden sich nur ca. 2.000 Satelliten in der Erdumlaufbahn und es gibt schon große Probleme mit Weltraummüll. Diese Zahl soll nun mehr als verzehnfacht werden! Auch hier werden so viele Satelliten benötigt, weil zahllose Strahlen gebündelt werden müssen, um Daten per Mikrowellen durch die Atmosphäre senden oder empfangen zu können. Die Auswirkungen dieses Mikrowellensalats für Vögel, Atmosphäre, Erdmagnetfeld und Klima können noch nicht abgeschätzt werden.

Tesla-Gründer Elon Musk will mit seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX schon 2019 die ersten 4.425 von 12.000 5G-Satelliten in Betrieb nehmen – unter Bruch internationaler Verträge. Auch Amazon will mit seinem Milliarden-schweren Kuiper Projekt 3.236 Satelliten in die Atmos­phäre schießen.

Diese Satelliten werden mit Plutonium-haltigen Langzeitbatterien ausge­stattet, die eines Tages in der Atmosphäre verglühen werden wie die zwei Satelliten, die am 21. April 1964 in die Atmosphäre eintraten und Plutonium freisetzten, das bis heute weltweit messbar ist (Wikipedia). Seit dem wurden die Sicherheitsstandards der Batterien wesentlich erhöht. Zehntausende Radionuklidbatterien mit je 8 kg Plutonium, dem giftigsten aller Elemente,sind dennoch eine radioaktive Bedrohung.

Größte Investition der Menschheitsgeschichte

Das 5G-Projekt ist die größte technische und finanzielle Investition in der Geschichte der Menschheit und wird viele Billionen Dollar kosten. Die EU investierte über das Programm „Horizont 2020“ 700 Mio. EUR in die Innovationsförderung, aber keinen Cent in die Risikoforschung! Der 5G Ausbau würde alleine in Deutschland laut WIK ca. 500 Mrd. Euro kosten. Das Multi-Billionen-Dollar-Projekt könnte laut UNO Mitarbeiterin Claire Edwards auch „zum größten biologischen Experiment sowie der schreck­lichsten Manifestation von Überheb­lichkeit und Gier in der Menschheits­geschichte werden“.

Wenn nur ein Teil dieser Gelder nachhaltig investiert werden würde, könnte die gesamte Erde in einen Garten Eden verwandelt werden – aber dafür gibt es offenbar kein (finanzielles) Interesse.

Österreich als Vorreiter: Entmündigung der Gemeinden

Da Österreich 5G-Vorreiter in der EU werden will, hat die Regierung 2018 mit der Novelle des Telekom­muni­kationsgesetzes beschlossen, dass Mobilfunkanbieter 5G-Antennen auf bestehenden Sendmasten sowie Kleinzellen-Sender auf öffent­lichen Gebäuden und Infrastruktur anbringen dürfen ohne dass die Gemeinden mitreden dürfen! Der Gemeindebund spricht von einer „Entmündigung der Gemeinden“.

Einen Vorgeschmack auf 5G bekommen derzeit 17 Gemeinden und Städte in Österreich, die durch 25 Sendestationen versorgt werden. Ende März 2019 wurde in Österreich das erste kommerzielle 5G-Netz Europas in den ersten 5 Gemeinden in Betrieb genommen, darunter auch in Ried im Innkreis. (Die Lage bestehender Sendemasten in Österreich ist im www.senderkataster.at einsehbar.)

Als erstes Land der Welt nahm übrigens Südkorea am 3. April 2019 ein flächendeckendes 5G-Netz in Betrieb, gefolgt von einigen Städten in den USA. Aussagen über die Auswirkungen von 5G gibt es bisher aber keine, da es noch keine 5G-fähigen Handys gibt und bisher nur „Pre5G“ installiert wurde, das noch im gleichen Frequenzbereich wie 4G sendet. Die Mobilfunkanbieter haben Probleme beim Aufbau der Netze, weil die Technik noch nicht ausreichend verfügbar ist, viele Sicherheitsmängel und Probleme aufweist. Australien und Neuseeland haben den 5G-Start daher sogar gestoppt.

Unwissenschaftliche Grenzwerte der Industrie-Lobby

Die internationalen Grenzwerte wurden unlängst durch die „Internationale Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung“ ICNIRP, die keine Behörde, sondern ein reines Industriekartell ist, stark angehoben und 5G-fähig gemacht.Diese Werte werden fast weltweit (UNO, EU…) übernommen. In Frankreich, Belgien und der Schweiz liegen die Werte bei einem Zehntel, in Italien gar nur bei einem Millionstel von denen der ICNIRP!

Die unwissenschaftliche Vorgehens­weise der ICNIRP und ihre starke Nähe  zur Industrie wurden schon 1999 vom neuseeländischen Umweltwissenschaftler Neil Cherry untersucht: Er kam zum Ergebnis, dass die Herangehensweise der ICNIRP, die nur auf der thermischen Sicht basiert, zur Grenzwert­setzung falsch sei (Wikipedia). Die ICNIRP empfiehlt nämlich den SAR-Wert (Spezifische Absorptions­rate), d.h. die Erwärmung von Gewebe durch Strahlung, als einzige Gesundheits-relevante Größe. („Wenn die Strahlung nichts erwärmt, kann sie auch keine schädliche Wirkung haben.“)

Neueste wissenschaftliche Studien

Viele aktuelle wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass sich elektromagnetische Felder bereits bei Intensitäten weit unterhalb der meisten Grenzwerte auf lebende Organismen auswirken. Dazu gehören erhöhtes Krebsrisiko, Zellstress, Genschäden, Unfruchtbarkeit, Lern- und Gedächtnis­defizite, neurologische Störungen sowie negative Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden. Schädigungen betreffen nicht nur den Menschen, sondern auch Pflanzen und Tiere.

Die weltgrößte Studie zum Zusammenhang zwischen Krebs und Mobilfunk, die 25 Mio.US $ teure Studie des US-amerikanischen National Toxicology Program (NTP) von 2016, zeigt eine deutliche Zu­nahme von Gehirn- und Herzkrebs in Tieren, die Feldern unterhalb der ICNIRP-Grenzwerte ausgesetzt waren. Aufgrund der Anfechtung der Industrie trafen sich im Auftrag der US-Gesundheitsbehörde 14 führende Wissen­schaftler, um im NTP-Peer-Review-Panel die Studie zu beurteilen, mit dem Ergebnis: Mobilfunkstrahlung muss von „möglicherweise Krebs erregend“ (2B) sogar auf „wahrscheinlich Krebs erregend“ (2A) höhergestuft werden – und somit genauso krebs­erregend wie DDT! Das Panel hielt fest:  „Es liegen klare Beweise vor.“  Zum selben Ergebnis kam die sog. Ramazzini-Studie in Italien.

Auch das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz hat in zwei Wiederholungsstudien festgestellt, dass ein „krebspromovierendes Potential“ der Mobilfunkstrahlung als „gesichert“anzusehen ist.

Die EUROPAEM EMF-Leitlinie 2016 sagt, dass „es starke Hinweise gibt, dass eine langfristige Exposition gegenüber bestimmten elektromagnetischen Feldern ein Risikofaktor bei Krankheiten, wie bestimmten Krebsarten, Alzheimer sowie männlicher Unfruchtbarkeit ist. Symptome von EHS (elektro­magne­tische Hypersensibilität) sind unter anderem Kopfschmerzen, Konzentrations- und Schlaf­störungen, Depression, fehlende Energie, Erschöpfung und grippeartige Symptome“.

Die Europäische Umweltagentur (EUA) warnt sogar vor „Strahlungsrisiken durch Alltagsgeräte“, auch wenn die Strahlung unterhalb der Grenzwerte der ICNIRP liegt.

Wissenschaftlich unbestreitbar und in unzähligen wissenschaftlichen Arbeiten immer wieder belegt: Mikrowellen des Mobilfunks verursachen in lebenden Organismen oxydativen und nitrosativen Stress mit bekannten Folgen: Bildung überschüssiger freier Radikale, Auslösung von Mitochondropathie, von Brüchen in der Erbsubstanz (DNA), Öffnung der Blut-Hirn-Schranke, Störung der Neurotransmitter usw. Genau das ist bekanntlich der Boden für das Entstehen und Verstärken aller Krankheiten, von Schlaflosigkeit bis hin zu Krebs. Das wird sich mit 5G zwangsläufig dramatisch verstärken. Von Industrie und Politik wird die Behauptung verbreitet, die 5G Mikrowellen könnten nicht in menschliche Körper eindringen. Das genaue Gegenteil ist der Fall: Die von der Körperoberfläche aufgenommenen Ladungen werden selbst zu kleinen Antennen, die elektromagnetische Felder ausstrahlen. Darüber können die Signale besonders tief in die Körper einstrahlen und werden dabei zu biologischen Störsendern.”
Dr. Wolf Bergmann (Interview vom SWR 4 vom 26.01.2019)

Ärzte gegen Mobilfunk

Immer mehr Ärzte, Radiologen und Wissenschaftler warnen vor den potenziell schweren gesundheit­lichen Auswirkungen durch den Mobilfunkstandard 5G und fordern ein Moratorium. Sie fordern die Über­prüfung der Technologie, die Festlegung von „neuen, sicheren Grenzwerten für die maximale Gesamtexposition“ der gesamten kabellosen Kommunikation, sowie den Ausbau der kabelgebundenen digitalen Telekommunikation zu bevorzugen.

 „Angesichts der anzunehmenden Verdoppelung der Dosis der Exposition durch 5G hat ein weltweites Konsortium von Ärzten und Wissenschaftlern aus Sorge um die Sicherheit ein Moratorium für die Einführung von 5G empfohlen […] haben wir eine Verantwortung, unsere klinischen Kenntnisse der Strahlensicherheit und -wirksamkeit zu nutzen, um zu verhindern, dass der Unternehmensgewinn vor allem anderen bestimmt, welche Strahlenexpositionen der kabellosen Netzwerke akzeptiert werden?” Radiologen Sharewood McClelland III S & Jerry J. Jaboin (2018 siehe www.t1p.de/d46d)

„Wenn Medikamente in ihren Auswirkungen ähnliche Prüfergebnisse wie Mobiltelefone erzielen würden, würde man sie sofort vom Markt nehmen.” Sprecher der Ärztekammer Wien im ZiB 1

Das EU-Vorsorgeprinzip gilt nicht für Mobilfunk

Natürlich gibt es zahlreiche Studien der Industrie, die belegen, dass Mobilfunk unschädlich sei. Aber es gibt mittlerweile über 10.000 Studien (Claire Edwards 2019), die das Gegenteil beweisen. Und selbst, wenn es Fälle gibt, in denen Mobilfunk keine Gesundheitsschäden bewirkte, können damit nicht die vielen Fälle ignoriert werden, in denen schwere Auswirkungen wissenschaftlich belegt sind.

Die Einführung von 5G verletzt zahlreiche EU-Gesetze, so das Vorsorgeprinzip der UNESCO, das 2005 von der EU übernommen wurde: „Wenn menschliche Aktivitäten zu nicht hinnehmbarem Schaden führen können, der wissenschaftlich plausibel, aber unsicher ist, müssen Maßnahmen ergriffen werden, um diesen Schaden zu vermeiden oder zu verringern.“ Und im geltenden EU-Vertrag  Art. 191 heißt es: „Die Umweltpolitik der Union beruht auf den Grundsätzen der Vorsorge und Vorbeugung. “Auch die Resolution 1815 des Europarats wird nicht eingehalten.

„Alle zumutbaren Maßnahmen (sind zu) ergreifen, um die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern zu verringern, insbesondere gegenüber hochfrequenten Wellen von Mobiltelefonen und insbesondere die Exposition von Kindern und jungen Menschen, bei denen das Risiko von Gehirn­tumoren am größten zu sein scheint. Die Versammlung empfiehlt dringend, dass das ALARA-Prinzip (aslowasreasonablyachievable = so gering, wie vernünftigerweise erreichbar) angewendet wird. Dabei müssen sowohl die sogenannten thermischen Wirkungen als auch die nicht-thermischen oder biologischen Wirkungen elektromagnetischer Emissionen oder Strahlung berücksichtigt werden.“ Resolution 1815 (Europarat 2011)

5G-Moratorium in Brüssel, Genf, Jura und Waadt

Da es kaum Erfahrungen über die Auswirkungen von 5G gibt, waren viele Politiker in Brüssel und Genf über ihre Gesundheit so besorgt, dass sie beschlossen, 5G erst einzuführen, wenn die Folgen klar sind – Der Rest Europas wird also als Versuchskaninchen missbraucht! Céline Fremault, die Gesundheitsministerin der Region Brüssel-Hauptstadt erklärte in einem Interview mit L’Echo, dass die Stadt Brüssel seine 5G-Pläne aus Sorge um gesundheitliche Auswirkungen stoppt:

„Wenn ich seit Juli nicht aufgehört habe, mich mit diesem Thema anhand einer ganzen Reihe grund­legender Gesundheitsrichtlinien zu beschäftigen, muss ich heute sagen, dass es für mich undenkbar ist, die Einführung dieser Technologie zu erlauben, wenn ich die Einhaltung der Normen zum Schutz der Bürger nicht sicherstellen kann. 5G oder nicht. Die Brüsseler sind keine Labormäuse, deren Gesundheit ich mit Gewinn verkaufen kann. Daran kann es keinen Zweifel geben.”
Céline Fremault, Gesundheits-Ministerin Brüssel-Hauptstadt (29.03.2019)

Auch das Genfer Parlament verabschiedete mit 58 zu 28 Stimmenein Moratorium von 5G-Antennen im Kanton, weil niemand um die gesundheitlichen Auswirkungen von elektromagnetischen Strahlen wisse. Laut Basler Zeitung beschlossen nun auch die Kantone Jura und Waadt ein 5G-Moratorium. In der Schweiz gelten übrigens Vorsorgewerte, die 100-fach unter den deutschen Anlagengrenzwerten liegen. Laut heise.de ergaben mehrere aktuelle Befragungen der Schweizer Bevölkerung durchwegs deutliche Mehrheiten gegen die Einführung von 5G.

Frankreich – Handyverbot an Schulen und Kindergärten

Selbst im Technik-fanatischen Frankreich, das an jeder Loire-Biegung ein AKW gebaut hat, dürfen im Umkreis von mehreren hundert Metern um Schulen und Kindergärten keine Sendemasten mehr errich­tet werden. Bereits seit 2015 sind WLAN-Antennen an Schulen meldepflichtig, in Kinder­krippen gänzlich verboten und in Grundschulen nur erlaubt, wenn der Unterricht es erfordert.

2018 hat die französische Nationalversammlung sogar ein Handyverbot an Schulen beschlossen: Seit September sind Handys, Tablets und Smartwatches an öffentlichen Schulen verboten. Ferner ist Handy­werbung an Kinder unter 12 Jahren und der Handyverkauf für Kinder unter 6 Jahren verboten.

Italien – Handystrahlung als Berufskrankheit anerkannt

Das Höchstgericht in Italien verurteilte bereits 2012 die italienische Berufsgenossenschaft dazu, einen Arbeiter zu entschädigen, der aufgrund jahrelanger Handynutzung an einem Hirntumor litt. Das Gericht sah den Zusammenhang zwischen dem Tumor und der Handy-Nutzung als belegt.

Seit 2017 werden Tumore durch Handystrahlung als Berufskrankheit aner­kannt, da beim Mobil­funk das Vorsorgeprinzip angewandt werden müsse. Im Jänner 2019 verurteilte das Verwaltungsgericht in Latium drei Ministerien (Umwelt-, Gesundheits- und Bildungsministerium) dazu, über die Gefähr­lichkeit mobiler Medien und Elektrosmog zu informieren.

Widerstand ist zweckreich!

In immer mehr Regionen und Orten formiert sich Widerstand gegen 5G, so zum Beispiel in Südtirol oder in L’Aquila, der Provinzhauptstadt der Abruzzen, wo über 1.500 Einwohner gegen die Nutzung ihrer Stadt als Testgebiet für 5G-Experimente protestierten: „Nach dem Erdbeben wollen wir nicht auch noch die Freiluft-Versuchskaninchen für diese Technologie werden!“ Obwohl die Sendemasten mitten in Wohngebieten errichtet wurden, empfahl das Gesundheitsamt, sich aus „Vorsorge“ nicht länger als vier Stunden in der Nähe aufzuhalten. Die Empörung war entsprechend.

Im französischen Rennes mussten die Bürger im Herbst 2018 erfahren, dass sie in der U-Bahn einer gesetzeswidrigen Hochfrequenzstrahlung ausgesetzt sind. Ein Abgeordneter hatte die elektromag­netischen Felder messen lassen, nachdem die U-Bahn-Stationen mit 5G-Sendern ausgerüstet wurden. Die Strahlung lag in 9 der 13 Bahnhöfe weit über dem erlaubten Wert, in Spitzenzeiten sogar mehr als 10-fache. Der Fall erregte landesweit Aufsehen und heizte die hitzige Debatte in Frankreich weiter an.

Im griechischen Patras ließen es die Bürger gar nicht erst so weit kommen: Nachdem die Regierung in Athen die Stadt zu einem der drei Testfelder in Griechenland erkoren hatte, erhob ein Bürgerkomitee Einspruch gegen die geplanten 50.000 (!) Kleinzellen-Sender. Nach monatelangen Verhandlungen lehnte die Stadtverwaltung das Projekt schließlich ab, da die Gesundheitsrisiken nicht geklärt seien.

Fazit und Ausblick

Wie bei der Atomenergie werden uns mit 5G derzeit paradiesische Szenarien versprochen. Die Zahl der kritischen Stimmen und der Widerstand in der Bevölkerung nehmen jedoch stark zu, denn die Folgen von 5G sind unabsehbar bis vorhersehbar katastrophal.

Gerade Österreich treibt als 5G-Vorreiter den 5G-Ausbau massiv voran. Wir hoffen, euch mit diesen Beiträgen einen guten Überblick über 5G und die Risiken gegeben und euch motiviert zu haben, euch gemeinsam gegen 5G zu engagieren!

Der große Unterschied von 5G zum alten Mobilfunk ist, dass bisher jede/r selbst entscheiden konnte, ob er/sie sich ein Handy ans Ohr hält oder in die Hosentasche steckt oder einen WLAN-Router neben seinem Kinderzimmer installiert. Bei 5G kommt nun niemand mehr aus – zehntausende Funkmasten und Kleinzellen-Sender im öffentlichen Raum – Mikrowellensalat aus dem All – 5G betrifft uns alle. Seit der Atomenergie hat kein Thema die Menschen so sehr empört und bewegt und noch immer werden die Risiken in den Medien totgeschwiegen. Es ist Zeit, uns selbst und andere zu informieren!

Viele sagen „Da kann man eh nichts machen.“ Doch die Erfolge in Frankreich, Italien, der Schweiz und vielen anderen Ländern zeigen, dass es sich lohnt, Stellung zu beziehen – unserer Gesundheit, unserer Kinder und unserer Umwelt zu liebe.

„Es ist notwendig, diese Gefühle der Hilflosigkeit zu transzendieren und 5G als eine Chance wahrzu­nehmen, uns persönlich zu ermächtigen, Verantwortung zu übernehmen und aktiv zu werden. …
Das Leben auf diesem Planeten benötigt jetzt dringendst deine Hilfe!

Claire Edwards, UNO Mitarbeiterin in Wien (2019)

Die beste Quelle für seriöse Informationen ist die Verbraucherschutzorganisation diagnose:funk (www.diagnose-funk.org).

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Österreichische Gemeindebundvereinbarung

Im Jahr 2001 schlossen alle Mobilfunknetzbetreiber und das Forum Mobilkommunikation mit dem Österreichischen Gemeindebund die „Vereinbarung betreffend Information der Gemeinden und der Bevölkerung bei der Errichtung von Mobilfunkanlagen“ ab.

Wichtigster Inhalt dieser Vereinbarung ist der offene und transparente Informationsaustausch beim Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur, insbesondere bei der Errichtung von Mobilfunkbasisstationen. Mittels eines standardisierten Briefes wird die betreffende Gemeinde über jede Neuerrichtung eines Mobilfunkstandorts oder die Auf- bzw. Umrüstung eines bestehenden Standorts um ein neues Mobilfunksystem oder die Mitnutzung eines bereits bestehenden Standorts durch einen weiteren Netzbetreiber (sogenanntes „site-sharing“) informiert.

Diese Information erfolgt im Sinne der gelebten Transparenz der österreichischen Mobilfunkindustrie auch dann, wenn es sich um eine nicht anzeige- bzw. genehmigungspflichtige Baumaßnahme handelt.

Der Bürgermeister als politischer Vertreter der Gemeinde erhält mit dem Schreiben nach Vorliegen der wesentlichen Eckdaten der geplanten Anlage möglichst frühzeitig u.a. das sogenannte „Technische Informationsblatt“, das alle (geplanten) technischen Parameter der Anlage, den Standort und einen direkten Ansprechpartner für weiterführende Fragen beinhaltet. Die Gemeinde verfügt nun über Informationen, die sie in einer ihr geeignet erscheinenden Weise ihren Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stellen kann.

Quelle: https://www.fmk.at/politik-verwaltung/osterreichische-gemeindebundvereinbarung/

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Der Zopf des Gelben Kaisers

China ist seit Jahrtausenden eine führende Kulturnation. Woran erkennen wir das? Na, zum Beispiel daran, dass die Chinesen im Stande waren, die Große Mauer zu bauen. Tolle Leistung! Aber nicht nur im Großen waren die Chinesen immer schon groß, nein, auch im Kleinen – der Gelbe Kaiser verfügte zum Beispiel die exakt einzuhaltende Länge der Zöpfe. Tolle Leistung!

Heute drückt sich die Kultiviertheit Chinas in anderen Dingen aus. Zum Beispiel darin, dass schwangere Frauen wegen der allgegenwärtigen (5G-) Mikrowellen- Belastung Schutzkleidung tragen müssen (Zeitschrift “Zeiten Schrift”, 98/2019, S.3)

Das ist bedeutend kultivierter als im Westen, wo die vergleichsweise schwachen Regierungen und Behörden nicht zugeben können, dass die Mikrowelle auch ungemütlich bis tödlich sein kann. Bei uns wird einfach erzählt, die Sache sei o.k., die Strahlenschutzämter verkünden stolz, sie würden das Projekt „beobachtend begleiten“. Propagandamässig auch eine tolle Leistung!